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LAGOS – eine Hassliebe: Teju Coles poetisches Porträt einer Megacity

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„Jeder Tag gehört dem Dieb“ von Teju Cole (Berlin 2015)

erschienen im Hanser Verlag 2015, 176 Seiten mit Abbildungen, gebunden 18,90 Euro

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Zum Autor:

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Salman Rushdie nennt ihn den talentiertesten Schriftsteller seiner Generation. Teju Cole wurde 1975 als Sohn nigerianischer Eltern in den USA geboren, wuchs aber in Lagos / Nigeria auf. In Michigan, London und New York studierte er, mit siebzehn Jahren in die USA zurückgekehrt, Kunstgeschichte und Medizin. Cole schreibt für die New York Times und andere englischsprachige Magazine wie z.B. die südafrikanische Zeitschrift „Chimurenga“.

Teju Cole ist auch Fotograf. Sein Werk „Jeder Tag gehört dem Dieb“ wurde von ihm durch Schwarz-Weiß-Fotografien illustriert.

Teju Cole erhielt bereits zahlreiche Literaturpreise und wurde 2011 / 12 durch das Erscheinen seines Erfolgsromans „Open City“ bekannt, in welchem er seinen Protagonisten, den jungen Psychiater Julius, getragen von Erinnerungen, ziellos durch die Straßen Manhattans flanieren lässt. Dieser Roman wurde in den großen Zeitungen sehr positiv besprochen und zählt zu DEN Großstadtromanen, die man kennen muss.

Zum Buch:

Wie schon in „Open City“ treibt es Teju Coles Protagonist, einen namenlosen Ich-Erzähler, durch die Straßen einer Großstadt bzw. einer Megacity. Er lässt die USA hinter sich und besucht seine Heimatstadt Lagos in Nigeria, die größte Metropole Afrikas. Coles poetisches Porträt von Lagos erschien bereits 2007 beim nigerianischen Verlag Cassava Republic. Es ist die Verschriftlichung seines 2006 entstandenen Reiseblogs, in der Cole seine Eindrücke während der Reise ins Heimatland dokumentierte.

Die Handlung beginnt im nigerianischen Konsulat in New York, wo der Leser zum ersten Mal mit der  in Nigeria üblichen Praxis des „Schmierens“ in Berührung kommt, wenn der namenlose Medizinstudent seine Papiere für einen Besuch in der Heimat beantragen muss.

„Geld, das je nach Kontext in größeren oder kleineren Beträgen fließt, ist ein soziales Schmiermittel. Es öffnet Türen und erhält dabei die Hierarchien.(…) Für jede Transaktion die angemessene Summe, die die Dinge ins Rollen bringt. Wenn mir allerdings jemand Geld abverlangt, dessen Finger über dem Auslöser einer Kalaschnikow schwebt, ist das kein Trinkgeld mehr, sondern Lösegeld (…)“. „Das Geben und Nehmen von Schmiergeld, Trinkgeld, Lösegeld, Almosen – die Grenzen sind da fließend – ist für viele Nigerianer keine Frage der Moral, sondern ein gelindes Ärgernis oder ein Mittel zum Zweck.“ (S. 23)

Nigeria gehört zu den korruptesten Ländern unserer Erde. Korruption wird im weiteren Verlauf des Romans das vorherrschende Thema bleiben. Niemand kann die Berührungspunkte bei einem Besuch in Nigeria verhindern. So beschreibt Teju Cole im Folgenden eine Situation, wie ich sie ähnlich selbst bei meinem Nigeriaaufenthalt erlebt habe. Zunächst muss man wissen, dass ein nigerianischer Polizist  umgerechnet etwa 100 Euro im Monat verdient. Davon kann man im brodelnden Lagos nicht leben. Um den Lebensunterhalt bestreiten  zu können, muss man sich u.a. dadurch behelfen, dass man tagein tagaus grundlos Autofahrer anhält:

„-Guten Tag, Officer!
– Sie wissen, warum ich Sie angehalten habe?
Seine Bestimmtheit beunruhigt mich. Nein, antworte ich ruhig, das weiß ich nicht.
– Was bedeutet dieses Schild?
Er zeigt auf ein Schild hinter uns. Die Stange ist verbogen, und das Schild selbt ist teilweise von einem Baum verdeckt.
– O Gott, das habe ich nicht gesehen. Das war doch noch nie eine Einbahnstraße. Das muss ein neues Schild sein.
Es handelt sich natürlich um Betrug. Das Schild ist mit Absicht versteckt worden.
– Die ganze Strecke ist eine Einbahnstraße, bis zur Universität.
– Das wusste ich nicht. Tut mir leid, hab ich nicht gewusst.
Er lacht vor sich hin. Dieser Moment wurde gut einstudiert.
– Tut mir leid reicht leider nicht.
– Ich hab das Schild nicht gesehen. Ich wusste von nichts.
– (…) Sie müssen leider mit aufs Revier kommen.
Minuten werden vergeudet. Ich habe keine Lust, den ganzen Nachmittag zu verschwenden, um dann ein „Bußgeld“ zu bezahlen, das in unrechte Hände gelangt. Schließlich rückt er mit seiner Forderung heraus, beziehungsweise bringt mich dazu, sie zu benennen.
– Und was machen wir jetzt, Officer? Vielleicht tausendfünfhundert, damit sie sich was zum Essen kaufen können?
Seine Eröffnungsforderung beträgt fünftausend Naira. Es gelingt mir, meine Empörung zu verbergen und ihn auf zweitausendfünfhundert herunterzuhandlen. Ich reiche ihm das Geld und starte das Auto.“ (S. 128 f.)

Dass die nigerianische Polizei dem Slogan „dein Freund und Helfer“ nicht gerecht wird, zeigt sich im weiteren Fortgang der Geschichte erneut: Die Tante des Protagonisten erwartet eine Containerlieferung aus den USA. Das Entladen, bei welchem der Ich-Erzähler zugegen ist, wird unerwartet durch sogenannte „Area-Boys“, das sind in Gangs organisierte jugendliche Krimninelle in Lagos, gestört, die eine Beteiligung am vermeintlichen Reichtum einfordern. Auf die Frage des Onkels, ob man nicht die Polizei rufen solle, antwortet der Freund: „Das hat keinen Sinn. Dann kommt die Polizei und will dreißigtausend. Am Ende bezahlen wir das Doppelte. (…)“ (S. 115)

Im Posteingang unserer E-Mail-Accounts haben wir sicher fast alle schon einmal Nachrichten von äußerst kreativen „Yahoo-Boys“ aus Nigeria vorgefunden. Nicht verwunderlich also, dass das Vorgehen sogenannter „Yahoo-Yahoos“, junger Leute, die von einem der unzähligen Internetcafes von Lagos Mails in den Westen schicken, in welchen der „liebe Freund“ dazu aufgefordert wird Geld zu überweisen, um dann unverzüglich ein großes Vermögen machen zu können, auch Eingang in Teju Coles Roman findet. Er beschreibt dieses in einem seiner kurzen Kapitel so pointiert, dass sich der Leser ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.

Persönlich fand ich die Romanabschnitte über das Leseverhalten und den Literaturmarkt in Nigeria äußerst interessant. Cole erklärt, dass in einer Umgebung wie Lagos das Geistesleben kaum eine Chance hat. Nicht nur dass die Alphabetisierungsrate in Nigeria niedrig ist, beschränken sich die Menschen auf das Lesen von Zeitungen, Boulevardblättern und Groschenromanen. Religiöse Traktate, die den Lesern ein „glorreiches Leben“ versprechen, sind im religiösten Land der Erde außerdem sehr beliebt. Anspruchsvolle Belletristik ist in Nigeria für die meisten  einfach unerschwinglich.

Der Ich-Erzähler, der wie der Autor zwischen verschiedenen Kulturen pendelt, ist während der Romanhandlung hin- und hergerissen. Er liebt seine Heimatstadt, in der die Geschichten auf der Straße liegen.  Soll er wieder zurückkehren? Kann er sich, nachdem er lange im Westen lebte, mit der informellen Wirtschaft in Nigeria arrangieren? Würde er sich wieder daran gewöhnen, dass am frühen Abend regelmäßig die Lichter aus- und lärmende stinkende Dieselgeneratoren angehen, da eine verlässliche Stromversorgung im reichen Ölstaat Nigeria wohl erst einmal Wunschdenken bleiben wird? Ist eine berufliche Zukunft im chaotischen und ihm teilweise fremd gewordenen Lagos vorstellbar? Kann die Stadt seine geistigen Bedürfnisse befriedigen? Wie sich der innerlich zerrissene Ich-Erzähler am Ende enttscheiden wird, möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen.

Coles episodische und dokumentatrische Beschreibungen decken sich mit meinen Erinnerungen und Bildern von Lagos und bescherten mir daher ein großes Lesevergnügen. Auch wenn man von der in Lagos herrschenden Gewalt weiß, können Coles realistische Schilderungen den Leser aber auch schockieren. Cole ist eine wunderbare biographische Stadtreportage gelungen, der ich unzählige begeisterte Leser wünsche!

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Rezension: Cheryl Strayed – Der große Trip

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“Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann.” (Søren Kierkegaard 1813 – 1855)

“Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.”

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Cheryl Strayed

Der große Trip

OT: Wild

Goldmann TB 2014

445 S.

Euro 9,99 (D)

 

Inhaltsbeschreibung:

Die Frau mit dem Loch im Herzen, das war ich. Gerade 26 geworden, hat Cheryl Strayed das Gefühl, alles verloren zu haben. Und so trifft sie die folgenreichste Entscheidung ihres Lebens: die mehr als tausend Meilen des Pacific Crest Trail zu wandern, durch die Wüsten Kaliforniens, über die eisigen Höhen der Sierra Nevada, durch die Wälder Oregons bis zur Brücke der Götter im Bundesstaat Washington allein, ohne Erfahrungen und mit einem Rucksack auf dem Rücken, den sie Monster nennt. Diese Reise führt Cheryl Strayed bis an ihre Grenzen und darüber hinaus …

 

Auf das Buch „Der große Trip“ bzw. „Wild“ aufmerksam geworden bin ich schon beim Erscheinen der amerikanischen Originalausgabe vor drei Jahren, ziert doch das Cover ein ziemlich strapazierter Wanderschuh. Da ich das Wandern für die schönste Art der sportlichen Betätigung halte, der einzigen, der ich nachgehe, da ich sonst zu diesem Thema eher Churchill zitiere („No sports!“). Besonders die Fernwanderwege interessieren mich sehr. Und um einen solchen geht es in Chery Strayeds autobiografischen Buch mit dem Untertitel „Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“. Cheryl Strayed beschreibt darin den von ihr 1995 zurückgelegten Marsch auf dem Pacific Crest Trail. Sie beginnt ihre Wanderung  in der Mojave-Wüste und beendet sie drei Monate später in Portland / Oregon an der Brücke der Götter. Cheryl unternimmt diesen Gewaltmarsch recht spontan. Durch Zufall stößt sie in einer sehr schwierigen Lebensphase auf einen Wanderführer, in dem der knapp 4000 Kilomerter lange Pacific Crest Trail beschrieben wird. Cheryl hat soeben ihre junge Mutter verloren, die innerhalb von wenigen Wochen einem Krebsleiden erlegen ist. Die Tochter weiß nicht, wie sie ohne ihre Mutter weiterleben soll. Die Ehe der 26-jährigen Amerikanerin zerbricht nach zahlreichen Affären, sie experimentiert mit harten Drogen. An diesem Tiefpunkt ihres Lebens beschließt sie nun, ohne Vorerfahrungen und mit ziemlich naiven Vorstellungen,  den schwierigen Weg durch die amerikanische Wildnis zu gehen. Das gestaltet sich zunächst sehr schwierig, da das „Monster“, ihr völlig überladener Rucksack, so schwer ist, dass sie ihn anfangs noch nicht einmal anheben kann. Nachdem der Anfang des Buches sehr traurig ist, muss man hier beim Lesen sehr Schmunzeln. Die folgenden sehr spannenden und aufregenden Schilderungen von Cheryls Zeit auf dem Trail werden immer wieder unterbrochen von Rückblenden, in welchen der Leser Einblicke in Cheryls Vergangenheit bekommt.  Cheryls Motivation, diesen beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen, wird in diesen Rückblenden sehr deutlich. Sie verspricht sich Heilung. Umgeben von Stille in der Natur möchte sie ihren emotionalen Schmerz verarbeiten, indem sie teilweise physischen Schmerz und Ängste aushalten muss. Auch zu ihrem Körper, der ihr enorme Dienste erweist,  bekommt die Autorin eine andere Einstellung. Wochenlang muss sie auf jegliche Körperhygiene verzichten, wird bei Stopps in größeren Städten sogar für eine Obdachlose gehalten. Die junge Frau verliert mehrere Zehennägel, ihre Gelenke schmerzen. Immer wieder hielt ich beim Lesen inne und bewunderte Cheryl für ihre Kraft und ihren Ehrgeiz. An keiner Stelle denkt sie ernsthaft ans Aufgaben. Unbeirrt setzt sie ihren teilweise gefährlichen Weg fort, um das von ihr gesteckte Ziel zu erreichen. Wobei vielmehr der Weg selbst das Ziel ist. Wie groß die Kluft ist zwischen dem, was wir wollen und dem, was wir brauchen, erfährt man während der Lektüre immer wieder. Der Marsch ist sehr entbehrungsreich, der Genuss von Dingen, die im Alltag sonst immer präsent sind, ein Burger oder eine süße Limo, wird für Cheryl zu einer ganz neuen Erfahrung.

„Der große Trip“ ist ein unglaublich bewegendes, aber auch spannendes und nachdenklich stimmendes Buch, das den Leser möglicherweise selbst zu einem ähnlichen Abenteuer inspiriern kann.

Ein Buch, das gelesen werden muss!!!

Ende des Jahres wird eine Verfilmung mit Rene Witherspoon ins Kino kommen.

 

 

 

 

Fantasy-Buchtipp: Michael J. Sullivan: Riyria

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Vor einigen Wochen lag die Leseprobe von „Der Thron von Melangar“ in den Buchhandlungen aus, die mir beosnders wegen Michael J. Sullivans Witz so unglaublich gut gefallen hat. Bereits die ersten Seiten haben mich gleich in die spannende Geschichte rund um königliche Fehden und Intrigen hinein katapultiert. Sehr erinnert fühlte mich an die Game of Thrones-Reihe. Nachdem ich zunächst das Hörbuch bei Audible heruntergeladen hatte, das mich beim Bügeln die Zeit vergessen ließ, legte ich mir auch die Printausgabe zu, da ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen werde.

Hier nun einige Infos zu Michael J. Sullivans Romanreihe um die unglaublich sympathischen Diebe Hadrian und Royce:

Der König – getötet. Der Mord – zwei Dieben in die Schuhe geschoben. Die Drahtzieher – unbekannt. So beginnt die atemberaubende Geschichte der beiden Gauner Hadrian und Royce, die alles zu bieten hat, was Fantasyleser lieben: Abenteuer und Verrat, Schwertkämpfe und Liebestränen, Magie und Mythen.

Royce, ein gewiefter Dieb, und sein fast ehrenhafter Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Ihr Diebesbund trägt den Namen »Riyria« und sie leben ziemlich gut dabei. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des recht kleinen Königreichs »Melengar« geht. (Quelle: Klett-Cotta)

Michael J. Sullivan

Der Thron von Melangar (Riyria #1)

Klett-Cotta (Hobbit Presse), 2014

Broschur, 379 Seiten

Euro 16,95 (D)

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Audiobook:

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Am 23. August 2014 erscheint ein weiterer Band über die Riyria-Helden:

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In einem Turm – ein uraltes Geheimnis. Das Problem – ein Ungeheuer. Die Rettung – zwei Diebe. Hadrian und Royce möchten eigentlich nur ein paar Bauern in einer armen Gegend helfen. Und auf einmal sind sie in die undurchsichtigen Pläne des Zauberers Esrahaddon verwickelt. (Quelle: Klett-Cotta)

 

Für März 2015 ist dann Band 3 (Der Aufstieg Nyphrons) geplant.

 

Die bei Klett-Cotta erscheinende Riyria-Reihe ist die Übersetzung der amerikanischen „Riyria Revelations“-Reihe, die bisher 3 Bände umfasst. Wie auch bei der „Das Lied von Eis und Feuer“-Reihe erscheinen im Deutschen voraussichtlich doppelt so viele Bände. „Der Thron von Melangar“ und das im August erscheinende Buch „Der Turm von Avempartha“ sind im Amerikanischen im Band „Theft of Swords“ zusammengefasst:

  • The Crown Tower (Riyria Chronicles #1)
  • The Rose and the Thorn (Riyria Chronicles #2)
  • Theft of Swords (Riyria Revelations #1 & #2): contains The Crown Conspiracy & Avempartha –> Der Thron von Melangar; Der Turm von Avampartha
  • Rise of Empire   (Riyria Revelations #3 & #4): contains Nyphron Rising & The Emerald Storm –> Der Aufstieg Nyphrons; ?
  • Heir of Novron  (Riyria Revelations #5 & #6): contains Wintertide & Percepliquis

Neben den „Riyria Revelations“ sind im Amerikanischen nach Abschluss der Reihe die „Riyria Chronicles“ erschienen, die die Vorgeschichte der Revelations beinhaltet.

 

Viel Spaß beim Lesen und noch einen schönen Muttertag,

Nadine

Krimitipp: Wolfgang Burger – Ausgelöscht

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Ich möchte euch heute einen Regiokrimi aus dem Badischen ans Herz legen. Es handelt sich um „Ausgelöscht“ des süddeutschen Autors Wolfgang Burger, der vor einigen Jahren im Emons: Verlag erschienen ist. „Ausgelöscht“ ist der fünfte Band in Burgers Kommissar Petzold-Reihe, die ich bisher nicht kannte. Ich bin durch Zufall auf „Ausgelöscht“ gestoßen. Da ich aus vielen Gründen sehr begeistert von diesem Kriminalroman bin, werde ich auf jeden Fall auch noch die Vorgängerbände (Mordsverkehr, Marias Sohn, Flächenbrand und Abgetaucht) lesen. Bekannter sind vermutlich Wolfgang Burgers Heidelberg –  Krimis um Kriminalrat Alexander Gerlach, die bei Piper verlegt werden.

Um was geht es in „Ausgelöscht“?

Mitten im Trubel des Karlsruher Marktplatzes wird eine junge Frau erstochen. Der Täter wird bald identifiziert – aber er kannte sein Opfer nicht, hatte nie im Leben Kontakt mit der Frau. Was steckt dahinter? Warum ermordet man einen Menschen, von dem man offensichtlich nicht das Geringste weiß? Woher hatte der Mörder die Informationen, wann und wo er sein Opfer antreffen würde? Und warum trug er einen schwarzen Anzug zu diesem Anlass?
Als die Wahrheit endlich ans Licht kommt, bricht bei der Karlsruher Kripo Hektik aus, die auch Oberkommissar Petzolds Privatleben gehörig durcheinanderbringt. (Quelle: Emons: Verlag)

Meine Meinung:

Zunächst hat mich als gebürtige Badnerin (wenn auch aus Süd- und nicht aus Nordbaden ;-)) der Untertitel „Der Badische Krimi“ und das Setting angesprochen. Handlungsorte sind hauptsächlich Karlsruhe und Baden-Baden, aber auch Weinheim und Schlettstadt im Elsass spielen eine Rolle.

Ausgesprochen gut haben mir das Tempo und die zahlreichen überraschenden Wendungen in den Polizeiermittlungen gefallen. Bis zur allerletzten Seite fiebert der Leser mit dem sympathischen Thomas Petzold mit, der sich als zukünftiger Hauptkommissar beweisen muss. Ihm zur Seite stehen  seine Freundin Birgit Malmberg, die privat so einiges umtreibt und Kollege Schilling, der in den Innendienst verbannt ist, da er mit ganzem Körpereinsatz sein nagelneues Bike zu verteidigen suchte.

Die Befragungen und Recherchen der Karlsruher Mordkommission wirken sehr authentisch. Zum Ende hin wird die Ermittlungsarbeit Petzolds immer dramatischer. Es geht um Stunden, und auch der Leser leidet mit dem verzweifelten und zornigen Protagonisten mit.

Wolfgang Burger zeichnet in seinem Roman interessante Charaktere und schildert unterschiedliche Millieus lebensecht. Auch Sozialkritisches darf in diesem Regiokrimi nicht fehlen. Insbesondere die Nachbarn (sowohl des Opfers als auch des Täters) finde ich unglaublich gut gelungen. Humorige Szenen, wie der  Nachmittagsausflug von Petzold und Birgit ins elsässiche Schlettstadt, werden mir noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.

Fazit: „Ausgelöscht“ bietet Spannung und Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite. Ein glaubwürdiges, authentisches und kurzweiliges Krimivergnügen!

 

 

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Wolfgang Burger

Ausgeslöscht. Der Badische Krimi

Emons Verlag 2006

Taschenbuch, 240 Seiten

Euro 9,90 (D)

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Rezension: Rick Yancey – Die 5. Welle

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Falls uns jemals Außerirdische besuchen,
wird das meiner Meinung nach ähnliche Folgen haben
wie die Landung von Christopher Columbus in Amerika,
was für die Ureinwohner nicht besonders gut ausging.

Dieses Zitat des britischen Astrophysikers Stephen Hawking ist Rick Yanceys neuem All-Age-Roman “Die 5. Welle” vorangestellt, der diesen Monat im Hardcover bei Goldmann erschienen ist. Es bereitet den Leser gleich zu Beginn auf das von Rick Yancey entworfene Endzeitszenario vor: In mehreren Wellen strebt eine außerirdische Lebensform die Ausrottung der Menschheit an.
Die erste Welle: Licht aus
Die zweite Welle: Hohe Brandung
Die dritte Welle: Seuche
Die vierte Welle: Silencer
Nur wenige Menschen haben die Zerstörung der Küstenregionen und einen letalen Virus überlebt. Unter ihnen die 16-jährige Cassie Sullivan, die sich nach dem Tod ihrer Eltern allein auf die Suche nach ihrem kleinen Bruder macht, der vom Militär in ein vermeintlich sicheres Flüchtlingscamp gebracht worden ist. Cassie ist auf sich gestellt, einzig Sammys Teddybär und ein M16-Gewehr im Gepäck. Sie ist allein. Sie weiß nicht, wie viele Überlebende es gibt, und ob sie diesen trauen kann.
Allein versucht sie sich durchzuschlagen, beobachtet von Drohnen, das Muterschiff der “Anderen” immer über ihr schwebend.
Dann trifft sie auf den geheimnisvollen Evan Walker, der durch die Invasion der “Anderen” ebenfalls seine Familie verloren hat. Er lebt allein auf der elterlichen Farm, wo er Cassie, deren Leben er gerettet hat, gesund pflegt. Doch Cassie mag ihm nicht völlig zu vertrauen. Denn niemand scheint das zu sein, was er vorgibt.
Das weiß auch “Zombie” nur zu gut, der in einer Kinderarmee im aussichtslosen Kampf gegen die Aliens trainiert wird. Doch was hat es mit der “Eintütung” und “Etikettierung” all der Kinder und Jugendlichen auf sich, die in Schulbussen im Lager eintreffen?
Im Laufe der Handlung kommen Cassie und “Zombie” hinter das furchtbare Geheimnis der “Fünften Welle”.
Eine Ahnung, wie die Aliens vorgehen, um die Erde für ihre eigenen Interessen zu “säubern”, bekommt der Leser schon im Prolog, welchen ich unglaublich gut fand, und der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. Das Buch lässt sich danach kaum noch aus der Hand legen. Rick Yancey hat einen Pageturner geschrieben, der prädestiniert ist für die Kinoleinwand . Tobey Maguire hat sich bereits die Filmrechte gesichert.
Die unglaublich gut gemachten hollywoodreifen Booktrailer, die sicherlich auch mit dazu beigetragen haben, dass “Die 5. Welle” zu den mit viel Spannung erwarteten Neuerscheinungen des Bücherfrühjahrs gehört, haben meiner Meinung nach nicht zuviel versprochen. Rick Yanceys Auftakt seiner Trilogie überzeugte mich inhaltlich und sprachlich. Über die Invasion der Außerirdischen und die Folgen für die Menschen erfährt der Leser in Rückblenden. Die folgenden Ereignisse werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das bringt Abwechslung und Seite um Seite erschließen sich die Zusammenhänge. “Die 5. Welle” ist ein düsteres Buch. Es ist spannungsgeladen mit viel Action und Nervenkitzel, aber auch ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Was macht unsere Menschlichkeit aus? Wie unterschiedlich gehen Menschen mit scheinbar auswegslosen Situationen um?
Als sehr beklemmend empfand ich die Vorgänge im Camp Haven, die deutlich machen, wie Yancey in seinem mitreißenden apokalyptoschen Sci-Fi-Roman auch ohne monsterähnliche Kreaturen auskommt, um dem Leser eine Gänsehaut zu verschaffen. Schrecken produziert er vielmehr durch seine atmosphärischen Schilderungen des Überlebenskampfes seiner jungen Protagonisten. Letztere wirken sehr glaubhaft. Besonders Cassie ist eine sympathische Protagonistin, die Identifikationsmöglichkeiten bietet.
Rick Yancey hat in seinem Buch Bilder geschaffen, die noch länger haften bleiben werden. Man darf gespannt sein, ob sich die Schlagzeile in der USA Today bewahrheiten wird, die den Aliens dank der “5. Welle” einen vergleichbaren Hype verspricht, wie den Vampiren durch “Twilight” (USA TODAY 6.5.13: Twilight time for aliens in Rick Yancey`s Fifth Wave”). Auf den zweiten Band wird man auf jeden Fall nicht sehr lange warten müssen. Die Fortsetzung erscheint im September unter dem Titel “The Infinite Sea” auf Englisch.

 

Rick Yancey

Die 5. Welle (The Fifth Wave)

gebunden, 480 Seiten

Goldmann 2014

Euro 16,99 (D)

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Buchtipp: Emmy Laybourne – Monument 14

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BildDER WELTUNTERGANG IM JUGENDBUCH HAT HOCHKONJUNKTUR.

Seit Erscheinen der Panem-Trilogie stapeln sich postapokalyptische Romane vor allem auf amerikanischen Büchertischen. Viele sind sehr schnell auch ins Deutsche übersetzt worden. Denn Apokalypse heißt der neue Trend, der dem Vampir-, Elfen und Gestaltwandler-Boom Konkurenz zu machen scheint. Viele junge Leser (aber auch ältere! ,-) reizen aktuell Romane und insbesondere Reihen, in welchen junge Überlebende nach einem Weltuntergangsszenario in einer postapokalyptischen Welt ums Überleben kämpfen müssen. Besonders spannend ist dabei die Frage, wie die Überlebenden trotz zahlreicher Gefahren und Bedrohungen wieder  in Gruppen und Gesellschaften zusammenfinden, und was in der „Neuen Welt“ an Strukturen, Traditionen und Werten erhalten und was abgelöst werden wird.

Vergangenes Jahr entdeckte ich in diesem Zusammenhang eine fantastische neue Trilogie für mich, die zum damaligen Zeitpunkt nur in englischer Sprache erhältlich war: Monument 14 von Emmy Laybourne.
Momentan sind die ersten beiden Teile auf Englisch lieferbar:
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Monument 14, Feiwel & Friends 2012 (inzwischen auch als Paperback erhältlich)
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Monument 14 – Sky on Fire, Feiwel & Freinds 2013 (ebenfalls im Hardcover und Paperback erhältlich)
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Der abschließende Band wird im Mai 2014 auf Englisch unter dem Titel  „Savage Drift“ erscheinen.
Der Heyne Verlag bringt die Jugendbücher auf dem deutschen Markt heraus. Zu Beginn des Jahres ist Band 1 erschienen, Band 2 und eine exklusive Geschichte zur Reihe als kostenloses E-Book werden im Mai in der Reihe Heyne fliegt folgen.
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Um was geht es?
In Band 1 lernt man die Brüder Alex und Dean kennen, die sich mit 12 anderen Schülern nach einem unnatürlich gewaltigen Hagelsturm in einen Supermarkt retten. Sie können zunächst nicht raus, da in einem nahegelegenen Armeelabor giftige Substanzen freigesetzt worden sind, die auf den Menschen eine furchtbare Wirkung haben können. Diese hängt von der jeweiligen Blutgruppe ab. Paranoia, Unfruchtbarkeit, innere Blutungen und aggressive Ausbrüche und Raserei befallen die Bewohner Monuments in Colorado.
In diesem Auftaktband beschreibt Laybourne, wie sich die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Situation zu arrangieren versuchen, sie verschiedenen Gefahren trotzen und sich zunächst in dem Superstore häuslich einrichten.
Im Fortsetzungsroman macht sich ein Teil der Gruppe nun auf den Weg, am knapp 100 Kilometer entfernten Denver Flughafen Hilfe zu suchen. Von dort- so heißt es – werden die Menschen nach Alaska ausgeflogen. Dean, die schwangere Astrid, die kleinen Zwillinge Caroline und Henry sowie Chloe bleiben im Supermarkt zurück…
Die Grundidee Laybournes finde ich sehr originell. Die Bücher sind flüssig und flott geschrieben und von der ersten Seite an äußerst spannend erzählt. Detailiertere Charakterschilderungen sollte man aber nicht erwarten.
Der Plot ist so gut, dass auch bereits eine Verfilmung in Planung ist. Auf Band 3 darf man gespannt sein! Ich werde eine ausführliche Rezension dazu verfassen.
Um die Neugier noch etwas mehr zu wecken… hier die Buchtrailer:

 

Siehe auch: Rick Yanceys: „DIe 5. Welle“

Rezension: Stephen King – Doctor Sleep

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„Doctor Sleep“ ist der aktuelle Roman Stephen Kings, der im Herbst 2013 bei Heyne im Hardcover erschienen ist. Ebenfalls erhältlich ist eine sehr gut von David Nathan gesprochene ungekürzte Lesung auf CD.

„Doctor Sleep“ ist ein Fortsetzungsroman. Er führt Stephen Kings erfolgreichstes, 1977 erschienenenes Gruselbuch „Shining“ direkt fort. Der Anfang von „Doctor Sleep“ ist derart gestaltet, dass eine Lektüre von „Shining“ vor der von „Doctor Sleep“ nicht zwingend notwendig ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es äußerst sinnvoll ist, das Buch „Shining“ (nicht den Film!) zu kennen, da es die Lesefreude durch unzählige Anspielungen und Referenzen erhöht.

 

Um was geht es in Kings 700 Seiten starkem Roman?

Im Mittelpunkt steht Dan Torrance, bekannt als Danny, Sohn von Jack Torrance, welcher in „Shining“ als Hausmeister mit seiner Familie einen Winter im Overlook Hotel in Colorado verbringt, wo er – von Geistern der Vergangenheit verfolgt – langsam dem Wahnsinn verfällt und versucht Frau und Kind zu töten.

Dan Torrance ist inzwischen erwachsen geworden, kämpft aber noch immer nit den Schrecken, die er in seiner Kindheit erleiden musste. Außerdem ist er – wie sein Vater damals – dem Alkohol verfallen, der ihn immer tiefer nach unten zieht. An seinem Tiefpunkt angekommen, entschließt sich Dan, sein Leben umzukrempeln. Er nimmt eine Stelle in einem Hospiz in New Hampshire an, wo er Sterbenden ihren Weg ins Jenseits erleichtert und fortan „Doctor Sleep“ genannt wird, und er besucht die Treffen der Anonymen Alkoholiker. Noch immer verfügt Dan über paranormale Fähigkeiten, die Stephen King, in Anlehnung an einen John Lennon-Song („Instant Karma“) das SHINING nennt. Das Shining besitzt auch Abra Stone, die wir in Kings Geschichte von ihrer Geburt bis ins frühe Teenageralter begleiten dürfen. Sie hat das Shining in einer ungewöhnlich hohen Konzentration und hat auch telekinetische Fähigkeiten (–> Stephen Kings „Carrie“, 1974). Auf das Mädchen abgesehen hat es eine Sekte, deren Anhänger wie Nomaden, in Wohnwägen auf den Straßen Amerikas unterwegs sind. Wirken sie auf den ersten Blick wie gewöhnliche, vielleicht etwas spießige aber harmlose Touristen, sind sie in Wirklichkeit Wesen, die sich vampirähnlich vom „Steam“ ihrer Opfer nähren. Diese Sekte – sie nennt sich „Der wahre Knoten“ – macht Jagd auf Menschen, insbesondere Kinder, die das Shining haben.

An dieser Stelle nimmt Abra Kontakt zu Dan Torrance auf. Mithilfe von Freunden versuchen sie den „Wahren Knoten“ zur Strecke zu bringen und gemeinsam das Böse zu besiegen…

 

Meine Meinung zu „Doctor Sleep“:

Viele Rezensenten konstatieren, dass dieser Roman auch ohne sein Vorgänger „Shining“ funktionieren würde und Dan Torrance sich leicht gegen einen anderen Protagonisten austauschen ließe. Das ist sicher richtig. Allerdings macht es auch großen Spaß Charakteren, Schauplätzen und Handlungssträngen aus „Shining“ wieder zu begegnen. Das wirkt auf mich nicht – wie oft kritisiert- als Mittel zum Zweck. Ich stimme vielen Kritikern aber zu, dass Stephen King in „Doctor Sleep“ nicht den Schrecken zu verbreiten mag wie  in „Shining“. Das mag aber vielleicht auch nicht vorrangig die Intention des Autors gewesen sein. Vielmehr scheint mir nicht die grausame Handlung, sondern andere Themen im Vordergrund zu stehen. Ich denke, King war  die Aufarbeitung  seiner Alkoholkrankheit wichtig gewesen. Viel Raum nehmen Textpassagen und Kapitel ein, die Dans Kampf gegen die Alkoholsucht und seine Rückkehr in ein Leben beschreiben, das nicht mehr vom Alkohol bestimmt wird. Die Themen Familie und Reflexionen über das Sterben haben außerdem einen hohen Stellenwert in Kings Text.

Sehr beeindruckt hat mich mal wieder Kings Fähigkeit, scheinbar Abstruses und Unmögliches ohne viel Erklärung „real“ erscheinen zu lassen. So können beispielsweise Dan und sein Schützling Abra in den Körper des jeweils anderen schlüpfen oder völlig überalterte Menschen mithilfe des letzten Lebenshauchs paranormal begabter Menschen eine Art Unsterblichkeit erlangen.

„Doctor Sleep“ ist ein großartiger, ein unterhaltsamer und -trotz seines Umfangs- ein kurzweiliger Roman! King baut nicht nur dann Spannung auf, wenn es um die unheimlichen und grausamen Vorgänge rund um die mörderische Sekte geht. Er schafft es auch dann, mich atemlos die Seiten umblättern zu lassen, wenn er in seiner ausschweifenderen Erzählweise Einblicke in den Alltag und das Leben seiner Figuren gibt.

Besonders gefallen haben mir mal wieder Kings Anspielungen auf viele seiner anderen Texte. Auch seinem Sohn Joe Hill und dessen aktuellem Roman „Christmasland“ setzt King ein Denkmal in „Doctor Sleep“. Die erneute kurze Begegnung mit Charlie Manx zu Beginn des Romans fand ich abslout gelungen! Es macht Spaß beim Lesen von Kings Bücher immer wieder bekannte Schauplätze und Figuren aus anderen seiner Werke zu entdecken! Kings Texte sind immer eine Auseinandersetzung mit seinen anderen Texten, was das Lesen seiner Bücher auch aus literaturwissenschaftlicher Sicht äußerst spannend macht!

Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans phantastischer Literatur! Wäre ich nicht schon ein treuer Fan Kings, ich würde es jetzt werden!

 

Stephen King

Doctor Sleep

Heyne 2013

gebunden, 704 Seiten

Euro 22,99 (D)

 

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Der Booktrailer: